⭐ Schritt 1: Stelle finden, an der deine Hausärztin eingetragen wird wegen der Patientenverfügung
In deiner Patientenverfügung steht:
„Bevollmächtigt u./o. Informationsberechtigt:“
„In Bezug auf die hier genannte/n Person/en entbinde ich die Ärzte hiermit von der Schweigepflicht.“
„Diese Entbindung gilt auch, wenn ich noch entscheidungsfähig bin…“Das ist die richtige Stelle, um deine Hausärztin einzutragen.
⭐ Schritt 2: Was genau trägst du dort ein?
Unter „Bevollmächtigt u./o. Informationsberechtigt“ schreibst du:
Beispiel (du füllst natürlich deine echten Daten ein):
Dr. med. Anna Beispiel
Praxis für Allgemeinmedizin
Musterstraße 12
12345 Berlin
Tel.: 030 / 1234567
E-Mail: praxis@beispiel.de
⭐ Schritt 3: Kreuz setzen
Direkt darunter steht:
„In Bezug auf die hier genannte/n Person/en entbinde ich die Ärzte hiermit von der Schweigepflicht.“
Hier setzt du das Kreuz bei:
✔️ Ja
Damit darf deine Hausärztin:
mit anderen Ärzt*innen sprechen
medizinische Unterlagen einsehen
deine Verfügung erklären
deinen Willen gegenüber Kliniken vertreten
⭐ Schritt 4: Reicht das schon?
➡️ Für die Patientenverfügung: JA.
Damit ist deine Hausärztin informationsberechtigt und darf deine Verfügung beachten und erklären.
➡️ Für echte Entscheidungsbefugnis: NEIN.
Wenn du möchtest, dass sie rechtlich für dich entscheiden darf, musst du sie zusätzlich in der Vollmacht eintragen.
Dort steht:
„Ich erteile hiermit Vollmacht an … (bevollmächtigte Person)“
Wenn deine Hausärztin deine Vertreterin sein soll, trägst du sie auch dort ein.
⭐ Schritt 5: Willst du, dass deine Hausärztin wirklich Entscheidungen trifft?
Du hast zwei Möglichkeiten:
Option A: Nur Informationsrecht
→ Hausärztin wird in der Patientenverfügung eingetragen
→ Sie darf sprechen, erklären, beraten
→ Aber keine Entscheidungen treffen
Option B: Vollmacht + Patientenverfügung
→ Hausärztin wird in beiden Dokumenten eingetragen
→ Sie darf medizinische Entscheidungen treffen
→ Sie darf deinen Willen durchsetzen
→ Sie darf lebensverlängernde Maßnahmen ablehnen/zulassen (wenn du das so willst)
Sag mir einfach, welche Option du möchtest — dann füllen wir Schritt für Schritt weiter aus.
Mini-Checkliste – Gespräch zur Patientenverfügung
1. Eintragung der Hausärztin
- Name, Adresse, Telefon, E-Mail eintragen
- Schweigepflichtentbindung: Ja
2. Rolle der Hausärztin klären
- Nur Informationsrecht ODER
- Entscheidungsrecht (dann zusätzlich in der Vollmacht eintragen)
3. Medizinische Entscheidungen besprechen
- Wiederbelebung
- Beatmung
- Dialyse
- Ernährung/Flüssigkeit
- Operationen
- Transfusionen
- Antibiotika
4. Palliative Maßnahmen
- Symptomlinderung auch bei möglicher Lebensverkürzung
- Palliative Sedierung (Ja/Nein)
5. Persönliche Wünsche
- Besuch von Angehörigen
- Sterbeort
- Hospizlicher Beistand
- Spiritueller/seelsorglicher Beistand
6. Wertebogen
- Beilegen? Ja/Nein
7. Vollmacht
- Wird die Hausärztin bevollmächtigt?
- Bereiche auswählen
8. Kopien & Ablage
- Kopie für Ärztin
- Kopie für mich
- Kopie für Bevollmächtigte
- Ablageort klären